Motivationstipps

Du hast wahnsinnig viel zu tun, doch dir fehlt einfach die Motivation? Je größer der Berg an Arbeit vor dir wird, desto schwerer fällt es dir, den inneren Schweinehund zu überwinden? Da hilft nur eins: Hinsetzen und erledigen. Das sagt sich leicht, fällt aber oft sehr schwer. Erledigen können wir nichts für dich, doch wir haben ein paar kleine Tipps, die uns auf unserem Weg durch die Oberstufe sehr geholfen haben.

→ Richte dir deine Lernatmosphäre so ein, dass du dich wohl fühlst. Stell dir eine Tasse Tee oder Kakao auf den Schreibtisch. Halte dein Zimmer am besten aufgeräumt und gelüftet. Richte dir alles so ein, dass du zufrieden bist, dich aber nichts ablenkt und du dich konzentrieren kannst. Achte auf Ruhe.

Überfordere dich nicht. Ein 1,0 Abi ist zwar nice-to-have, wenn du nicht gerade Medizin studieren möchtest, aber nicht dringend notwendig. Wenn man das Erreichen unrealistischer Ziele in einer sehr kurzen Zeitspanne anstrebt und sich damit unter Druck setzt, fällt es extrem schwer, sich zu motivieren. Die Stimme, die einem sagt, dass man es nicht schafft, wird immer lauter und hat im schlimmsten Fall sogar Recht. Überlege dir genau, was dein Ziel sein soll und wozu es dir letztendlich nützt. Halte dir dieses immer vor Augen. Stell dir zum Beispiel ein Bild davon auf den Schreibtisch.

→ Trotzdem darfst du dich auch mit realistischen Zielen nicht zu sehr unter Druck setzen. Mach dir am besten einen Plan, wie du dein größtes und wichtigstes Ziel erreichen kannst. Dies musst du allerdings nicht morgen, im nächsten Monat oder Jahr schaffen.Unterteile dir deinen Weg zum Ziel in kleine Etappenziele. Um diese nicht aus den Augen zu verlieren, kannst du dir tägliche oder wöchentliche To-Do-Listen erstellen. Jede gemeisterte Etappe ist ein Grund um stolz auf dich zu sein. Jede bestandene Prüfung ist ein weiterer Schritt auf deinem Weg zum Abitur und zeigt dir, dass das Lernen sich schon mal gelohnt hat.

→ Für jede gemeisterte Etappe solltest du dich belohnen. Nachdem du gelernt hast, solltest du etwas unternehmen, was dir Freude bereitet. Selbst für kleine Etappen sollte es kleine Belohnungen geben. Manchmal reicht schon die Aussicht auf ein Eis oder dein Lieblingsessen, um dich für zwei weitere Stunden am Lernen zu halten. Damit machst du dir selbst bewusst, dass das Lernen etwas wert ist und klopfst dir selbst auf die Schulter. Das hast du auch verdient! Es ist nicht selbstverständlich, es bis in die 11. oder 12. Klasse zu schaffen und dort weiterhin Gas zu geben.Um dir dies zu visualieren, kannst du dir auch ein Erfolgstagebuch mit all den Dingen, die du bereits erreicht hast, erstellen.

Um die Freude auf die Belohnung etwas zu steigern, kannst du dich auch mit deinen Eltern absprechen. Wenn du eine Klausurenphase gut überstehst ohne zu unterpunkten, könntest du beispielsweise mit Ihnen ausmachen, dass sie dich mit der Tasche oder den Schuhen, die du schon so lange bewunderst, belohnen.

Sei realistisch. Sieh nicht nur auf die positive Seite, wo gute Noten und Belohnungen auf dich warten. Mach dir auch die andere Seite bewusst. Stell dir vor, du hast an ein paar Nachmittagen keine Lust, zu lernen, du unterpunktest mehrmals; letztendlich musst du das ganze Jahr wiederholen. Und was ist ein ganzes Jahr voller Stress entgegen ein paar Nachmittagen? Und stell dir vor, wie enttäuscht deine Eltern von dir wären?

→ Auch deine Eltern und Freunde spielen eine große Rolle bei der Motivation. Denk an die Momente, in denen du etwas tolles erreicht hast und sie sich mit dir gefreut haben und stolz auf dich waren. Das soll dich nicht unter Druck setzen, sondern an einen glücklichen Abschluss erinnern.

Vergiss dich  dabei aber selbst nicht. Du lernst und arbeitest nur für dich. Natürlich ist es schön, wenn die Eltern stolz auf dich sind und dich belohnen. Das darf allerdings auf keinen Fall deine einzige Motivation sein! Wenn du überlastet bist, muss dir das nicht peinlich sein und du darfst keine Angst davor haben, deine Eltern zu enttäuschen, wenn du mal keine 15 Punkte schreibst. Deine Leistung ist in dem Maße notwendig, in dem du mit ihr zufrieden bist und sie ertragen kannst. Dass du stolz auf deine Leistungen sein kannst, ist am Wichtigsten. Dies solltest du auch bei deiner Lebenszielsetzung beachten. Du bist der Mittelpunkt deines Lebens. Für sich selbst lernt man auch am effektivsten und kann seine Gedanken am Besten ordnen. Dabei hilft außerdem Abwechslung. Mach Sport und vergiss deine Freunde nicht. Einen Lernplan zu erstellen, kann bei der Organisation eines ausgelasteten Lebens, indem man auf sich selbst achtet, eine große Hilfe sein.

Nichtsdestotrotz ist es unumgänglich, sich hinzusetzen und anzufangen. Das kann dir niemand abnehmen. Dir die genannten Gesichtspunkte regelmäßig vor Augen zu führen, kann es jedoch deutlich vereinfachen. Auf jeden Fall kannst du dir sicher sein, dass es am Ende keine schönere Belohnung gibt, als das Abitur. Die vielen Nachmittage, an denen du lieber mit Freunden abgehangen wärst, als zu lernen, werden es dir Wert gewesen sein. Dann stehen dir endlich alle Türen offen!

 

Autorinnen: Barbara Hellmann, Melissa Sargut

Quelle: selbstverfasst

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